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Jahreskreis
Lesung
aus der Apostelgeschichte.
In jenen Tagen
21 wurden viele gläubig und bekehrten sich zum Herrn.
22Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren
und sie schickten Bárnabas nach Antióchia.
23Als er ankam und die Gnade Gottes sah,
freute er sich
und ermahnte alle, dem Herrn treu zu bleiben,
wie sie es sich im Herzen vorgenommen hatten.
24Denn er war ein trefflicher Mann,
erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben.
So wurde für den Herrn viel Volk hinzugewonnen.
25Bárnabas aber zog nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen.
26Er fand ihn und nahm ihn nach Antióchia mit.
Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde
und lehrten eine große Zahl von Menschen.
In Antióchia nannte man die Jünger
zum ersten Mal Christen.
13, 1In der Gemeinde von Antióchia gab es Propheten und Lehrer:
Bárnabas und Símeon, genannt Niger,
Lúcius von Kyréne,
Mánaën, ein Jugendgefährte des Tetrárchen Heródes, und Saulus.
2Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten,
sprach der Heilige Geist:
Wählt mir Bárnabas und Saulus
zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe!
3Da fasteten und beteten sie,
legten ihnen die Hände auf
und ließen sie ziehen.
Kv Der Herr hat sein Heil enthüllt vor den Augen der Völker. – KvGL 55, 1, VIII. Ton
1Singet dem Herrn ein neues Lied, ∗
denn er hat wunderbare Taten vollbracht!
Geholfen hat ihm seine Rechte ∗
und sein heiliger Arm. – (Kv)
2Der Herr hat sein Heil bekannt gemacht ∗
und sein gerechtes Wirken enthüllt vor den Augen der Völker.
3abEr gedachte seiner Huld ∗
und seiner Treue zum Hause Israel. – (Kv)
3cdAlle Enden der Erde ∗
sahen das Heil unsres Gottes.
4Jauchzet dem Herrn, alle Lande, ∗
freut euch, jubelt und singt! – (Kv)
5Spielt dem Herrn auf der Leier, ∗
auf der Leier zu lautem Gesang!
6Mit Trompeten und lautem Widderhorn ∗
jauchzt vor dem Herrn, dem König! – Kv
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern.
Ich bin mit euch alle Tage bis zum Ende der Welt.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Aposteln:
7Geht und verkündet:
Das Himmelreich ist nahe!
8Heilt Kranke, weckt Tote auf,
macht Aussätzige rein, treibt Dämonen aus!
Umsonst habt ihr empfangen,
umsonst sollt ihr geben.
9Steckt nicht Gold, Silber und Kupfermünzen in euren Gürtel!
10Nehmt keine Vorratstasche mit auf den Weg,
kein zweites Hemd, keine Schuhe, keinen Wanderstab;
denn wer arbeitet,
ist seines Lohnes wert.
11Wenn ihr in eine Stadt oder in ein Dorf kommt,
erkundigt euch, wer es wert ist, euch aufzunehmen;
bei ihm bleibt,
bis ihr den Ort wieder verlasst.
12Wenn ihr in ein Haus kommt,
dann entbietet ihm den Gruß.
13Wenn das Haus es wert ist,
soll euer Friede bei ihm einkehren.
Wenn das Haus es aber nicht wert ist,
dann soll euer Friede zu euch zurückkehren.
Lesungstexte aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Via Schott-Messbuch, Erzabtei Beuron
Heute zeigt uns Gott, dass echte Jüngerschaft nicht aus großer Selbstdarstellung besteht, sondern aus einem Herzen, das die Gnade erkennt und weitergibt. Barnabas sieht in Antiochia nicht zuerst Probleme, sondern Gottes Wirken, und genau das macht ihn zu einem Menschen des Friedens und des Aufbruchs. Jesus sendet die Jünger mit leeren Händen, damit sie lernen: Die Kraft der Mission kommt nicht aus Absicherung, sondern aus Vertrauen. Vielleicht fragt Gott dich heute: Wo darfst du weniger kontrollieren und mehr empfangen?
Barnabas ist nicht nur ein Prediger, sondern ein Ermöglicher. Er sucht Saulus, holt ihn dazu und gibt ihm Raum — ein schönes Bild dafür, wie Gott Menschen oft durch andere Menschen beruft. Vielleicht bist du gerade für jemanden ein Barnabas: jemand, der Talente erkennt, Hoffnung ausspricht und Türen öffnet. Ein modernes Beispiel: Wenn du im Team die stille, übersehene Person bewusst einbeziehst, könntest du genau das tun, was Barnabas getan hat.
- Nimm dir diese Woche 5 Minuten am Mittag und schreibe auf: Wo habe ich heute Gottes Gnade gesehen, auch wenn sie klein war?
- Sprich einem Menschen, den andere übersehen, ganz konkret Mut zu: „Ich glaube, Gott wirkt in dir.“
- Verzichte bei einer Begegnung bewusst auf „Absicherung“: höre zu, segne innerlich die Person und bringe Frieden in den Raum.
1. Wann habe ich zuletzt Gottes Wirken erkannt, obwohl ich es zuerst leicht übersehen hätte?
2. Wo klammere ich mich gerade an Kontrolle, statt mich senden zu lassen?
3. Wen könnte Gott heute durch mich ermutigen, begleiten oder stärken?
4. Was bedeutet für mich ganz praktisch: „Umsonst habt ihr empfangen, umsonst sollt ihr geben“?
5. Welchen kleinen Schritt des Vertrauens werde ich diese Woche wirklich gehen?
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