Warum noch eine Website für Messzeiten? Meine Geschichte lesen →
Jahreskreis
Lesung
aus dem zweiten Buch der Könige.
8Jójachin war achtzehn Jahre alt, als er König wurde,
und regierte drei Monate in Jerusalem.
Seine Mutter hieß Nehúschta
und war eine Tochter Élnatans aus Jerusalem.
9Wie sein Vater tat er, was böse war in den Augen des Herrn.
10In jener Zeit
zogen die Truppen Nebukadnézzars, des Königs von Babel,
gegen Jerusalem
und belagerten die Stadt.
11Als dann König Nebukadnézzar von Babel
selbst vor der Stadt erschien,
während seine Krieger sie belagerten,
12 ging Jójachin, der König von Juda,
mit seiner Mutter, seinen Dienern, Fürsten und Kämmerern
zum König von Babel hinaus
und dieser nahm ihn im achten Jahr seiner Regierung fest.
13Nebukadnézzar nahm auch alle Schätze des Hauses des Herrn
und die Schätze des königlichen Palastes weg
und zerbrach alle goldenen Geräte,
die Sálomo, der König von Israel,
im Haus des Herrn hatte anfertigen lassen,
so wie es der Herr gesagt hatte.
14Von ganz Jerusalem
verschleppte er alle Vornehmen und alle wehrfähigen Männer,
insgesamt zehntausend Mann,
auch alle Schmiede und Schlosser.
Von den Bürgern des Landes
blieben nur die geringen Leute zurück.
15Jójachin verschleppte er nach Babel.
Auch die Mutter des Königs,
die königlichen Frauen und Kämmerer
sowie die einflussreichen Männer des Landes
verschleppte er von Jerusalem nach Babel,
16dazu alle Wehrfähigen, siebentausend Mann,
die Schmiede und Schlosser, tausend an der Zahl,
lauter kriegstüchtige Männer.
Sie alle verschleppte der babylonische König nach Babel.
17Dann machte der König von Babel
den Mattánja, den Onkel Jójachins, an dessen Stelle zum König
und änderte seinen Namen in Zidkíja.
Kv Um deines Namens willen, Herr, GL 623,2, II. Ton
befreie uns! – Kv
1O Gott, Völker sind eingedrungen in dein Erbe, /
sie haben deinen heiligen Tempel entweiht, ∗
sie legten Jerusalem in Trümmer.
2Die Leichen deiner Knechte haben sie zum Fraß gegeben
den Vögeln des Himmels, ∗
das Fleisch deiner Frommen den Tieren der Erde. – (Kv)
3Ihr Blut haben sie wie Wasser vergossen ∗
rings um Jerusalem und niemand hat sie begraben.
4Wir sind zum Hohn geworden unseren Nachbarn, ∗
zu Spott und Schimpf denen, die rings um uns wohnen. – (Kv)
5Wie lange noch, Herr? Willst du für immer zürnen, ∗
wird brennen wie Feuer dein Eifer?
8Rechne uns die Schuld der Vorfahren nicht an! /
Mit deinem Erbarmen komm uns eilends entgegen! ∗
Denn wir sind sehr erniedrigt. – (Kv)
9Hilf uns, Gott unsres Heiles, ∗
um der Herrlichkeit deines Namens willen!
Reiß uns heraus und vergib uns die Sünden ∗
um deines Namens willen! – Kv
Halleluja. Halleluja.
(So spricht der Herr:)
Wer mich liebt, hält mein Wort.
Mein Vater wird ihn lieben und wir werden bei ihm Wohnung nehmen.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern:
21Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!,
wird in das Himmelreich kommen,
sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
22Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: Herr, Herr,
sind wir nicht in deinem Namen als Propheten aufgetreten
und haben wir nicht in deinem Namen Dämonen ausgetrieben
und haben wir nicht in deinem Namen
viele Machttaten gewirkt?
23Dann werde ich ihnen antworten: Ich kenne euch nicht.
Weg von mir, ihr Gesetzlosen!
24Jeder, der diese meine Worte hört und danach handelt,
ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.
25Als ein Wolkenbruch kam
und die Wassermassen heranfluteten,
als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten,
da stürzte es nicht ein;
denn es war auf Fels gebaut.
26Und jeder, der diese meine Worte hört
und nicht danach handelt,
ist ein Tor, der sein Haus auf Sand baute.
27Als ein Wolkenbruch kam
und die Wassermassen heranfluteten,
als die Stürme tobten und an dem Haus rüttelten,
da stürzte es ein
und wurde völlig zerstört.
28Und es geschah, als Jesus diese Rede beendet hatte,
war die Menge voll Staunen über seine Lehre;
29denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat,
und nicht wie ihre Schriftgelehrten.
Lesungstexte aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Via Schott-Messbuch, Erzabtei Beuron
Heute führt uns die Schrift an einen ernüchternden Ort: Jerusalem fällt, weil das Volk Gottes sich innerlich von ihm entfernt hat. Gleichzeitig zeigt Jesus im Evangelium, dass es nicht genügt, ihn nur „Herr“ zu nennen; entscheidend ist, ob du sein Wort wirklich tust. Zwischen dem zerbrochenen Tempel und dem Haus auf dem Felsen liegt dieselbe Frage: Worauf gründest du dein Leben wirklich? Gott ruft dich nicht zu äußerer Religiosität, sondern zu einem Herzen, das hört und handelt.
Vielleicht ist das heute sehr praktisch: Du kannst viele gute Dinge über den Glauben wissen, sonntags in die Messe gehen und trotzdem dein Haus auf Sand bauen, wenn du Gottes Wort im Alltag nicht ernst nimmst. Denk an jemanden, der ständig sagt: „Ich habe alles im Griff“, aber bei Stress sofort hart, ungeduldig oder unehrlich wird. Die Stürme zeigen dann, was wirklich trägt. Jesus lädt dich ein, nicht erst im Zusammenbruch nach dem Fundament zu fragen, sondern jetzt.
- Nimm dir diese Woche jeden Abend 5 Minuten und frage dich: „Wo habe ich heute Gottes Wort konkret befolgt — und wo nicht?“
- Lies Mt 7,24–27 langsam noch einmal und schreibe einen Satz auf: Welcher „Fels“ soll in meinem Leben fester werden?
- Wähle eine kleine Tat des Gehorsams, z. B. eine schwere Versöhnung anstoßen, ehrlich um Vergebung bitten oder bewusst auf eine impulsive Reaktion verzichten.
1. Wo merke ich gerade, dass mein Glaube eher aus Worten als aus Taten besteht?
2. Welche Entscheidung in meinem Alltag zeigt am deutlichsten, worauf ich mein Leben baue?
3. Wo lade ich Jesus ein, wirklich „Wohnung“ bei mir zu nehmen — und wo halte ich ihn noch auf Abstand?
4. Welche Stürme oder Unsicherheiten machen mir Angst, und was sagt das über mein Fundament?
5. Was ist ein konkreter Schritt, den ich heute setzen kann, um mein Haus auf Fels zu bauen?
Tastenkürzel:
← / → : Vorheriger / Nächster Tag
T : Zum heutigen Tag