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Jahreskreis
Lesung
aus dem Buch Amos.
14Sucht das Gute, nicht das Böse;
dann werdet ihr leben
und dann wird, wie ihr sagt,
der Herr, der Gott der Heerscharen, bei euch sein.
15Hasst das Böse, liebt das Gute
und bringt im Tor das Recht zur Geltung!
Vielleicht ist der Herr, der Gott der Heerscharen,
dem Rest Josefs dann gnädig.
21Ich hasse eure Feste, – so spricht der Herr —,
ich verabscheue sie
und kann eure Feiern nicht riechen.
22Wenn ihr mir Brandopfer darbringt,
ich habe kein Gefallen an euren Gaben
und eure fetten Heilsopfer will ich nicht sehen.
23Weg mit dem Lärm deiner Lieder!
Dein Harfenspiel will ich nicht hören,
24sondern das Recht ströme wie Wasser,
die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach.
Kv Wer den rechten Weg beachtet,GL 53,1, VI. Ton
der schaut Gottes Heil. – Kv
7b„Israel, ich bin gegen dich Zeuge, Gott, dein Gott bin ich. /
8Nicht wegen deiner Opfer rüge ich dich, ∗
deine Brandopfer sind mir immer vor Augen.
9Aus deinem Haus nehme ich keinen Stier an, ∗
keine Böcke aus deinen Hürden. – (Kv)
10Denn mir gehört alles Wild des Waldes, ∗
das Vieh auf den Bergen zu Tausenden.
11Ich kenne alle Vögel der Berge, ∗
was sich regt auf dem Feld, ist mein Eigen. – (Kv)
12Hätte ich Hunger, ich brauchte es dir nicht zu sagen, ∗
denn mein ist der Erdkreis und seine ganze Fülle.
13Soll ich denn das Fleisch von Stieren essen ∗
und das Blut von Böcken trinken? – (Kv)
16bcWas zählst du meine Gebote auf ∗
und führst meinen Bund in deinem Mund?
17Dabei war Zucht dir verhasst, ∗
meine Worte warfst du hinter dich.“ – Kv
Halleluja. Halleluja.
Durch das Wort der Wahrheit hat uns der Vater das Leben geschenkt
und uns zu Erstlingen seiner Schöpfung gemacht.
Halleluja.
Aus dem heiligen Evangelium nach Matthäus.
In jener Zeit,
28 als Jesus an das andere Ufer kam,
in das Gebiet der Gadaréner,
liefen ihm aus den Grabhöhlen zwei Besessene entgegen.
Sie waren so gefährlich,
dass niemand auf jenem Weg entlanggehen konnte.
29Und siehe, sie schrien:
Was haben wir mit dir zu tun, Sohn Gottes?
Bist du hierhergekommen, um uns vor der Zeit zu quälen?
30In einiger Entfernung weidete eine große Schweineherde.
31Da baten ihn die Dämonen:
Wenn du uns austreibst, dann schick uns in die Schweineherde!
32Und er sagte zu ihnen: Weg mit euch!
Die aber fuhren aus und in die Schweine hinein.
Und siehe, die ganze Herde stürmte den Abhang hinab in den See
und kam in den Fluten um.
33Die Hirten aber flohen,
liefen in die Stadt und erzählten alles,
auch das, was mit den Besessenen geschehen war.
34Und siehe, die ganze Stadt zog hinaus, um Jesus zu begegnen;
als sie ihn sahen,
baten sie ihn, ihr Gebiet zu verlassen.
Lesungstexte aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Via Schott-Messbuch, Erzabtei Beuron
Gott sucht heute nicht zuerst unsere religiöse Leistung, sondern unser Herz. Amos stellt uns eine unbequeme Wahrheit vor Augen: Gottes Freude an Festen, Liedern und Opfern ist leer, wenn das Recht fehlt und die Gerechtigkeit nicht lebt. Im Evangelium zeigt Jesus, dass seine Macht nicht nur tröstet, sondern auch entlarvt: Was dunkel, zerstörerisch und menschenfeindlich ist, muss weichen. Doch nicht alle freuen sich über diese Befreiung – manchmal erschreckt uns Gottes Eingreifen, weil es unser gewohntes Gleichgewicht stört.
- Nimm dir diese Woche an einem Mittag 5 Minuten und schreibe auf: Wo in meinem Leben ist „Lärm“ ohne Gerechtigkeit?
- Entscheide dich für einen konkreten Akt des Rechts: eine ehrliche Entschuldigung, ein klärendes Gespräch oder das Eintreten für jemanden, der nicht gehört wird.
- Lies Amos 5,24 langsam zweimal und bitte Gott, dir einen Bereich zu zeigen, in dem seine Gerechtigkeit „wie ein nie versiegender Bach“ fließen soll.
1. Wo spüre ich in mir Widerstand, wenn Gott etwas in Ordnung bringen will?
2. Welche Gewohnheit in meinem Glauben ist echt – und welche ist vielleicht nur äußerer Klang?
3. Wem könnte ich diese Woche durch mein Handeln mehr Freiheit oder Würde schenken?
4. Was sagt mir die Reaktion der Stadt auf Jesus darüber, wie ich mit Veränderung umgehe?
5. Welchen kleinen, konkreten Schritt kann ich heute setzen, damit Gottes Recht in meinem Alltag sichtbarer wird?
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