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Thursday, July 2, 2026

2. Juli – MARIÄ HEIMSUCHUNG

Jahreskreis

Schriftlesungen

Erste Lesung

Zef 3, 14–18

Lesung

aus dem Buch Zefánja.

14Juble, Tochter Zion!

Jauchze, Israel!

Freu dich und frohlocke von ganzem Herzen,

Tochter Jerusalem!

15Der Herr hat das Urteil gegen dich aufgehoben

und deine Feinde zur Umkehr gezwungen.

Der König Israels, der Herr, ist in deiner Mitte;

du hast kein Unheil mehr zu fürchten.

16An jenem Tag wird man zu Jerusalem sagen:

Fürchte dich nicht, Zion!

Lass die Hände nicht sinken!

17Der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte,

ein Held, der Rettung bringt.

Er freut sich und jubelt über dich,

er schweigt in seiner Liebe,

er jubelt über dich und frohlockt,

wie man frohlockt an einem Festtag.

18Ich mache deinem Unglück ein Ende,

dass du seinetwegen

nicht mehr Schmach tragen musst.

Oder:

Antwortpsalm

Jes 12, 2.3 u. 4bcd.5–6 (Kv: vgl. 6)

Kv Freut euch und jubelt;GL 69,1, IX. Ton

in eurer Mitte ist der Herr. – Kv

2Siehe, Gott ist mein Heil; ∗

ich vertraue und erschrecke nicht.

Denn meine Stärke und mein Lied ist Gott, der Herr. ∗

Er wurde mir zum Heil. – (Kv)

3Ihr werdet Wasser freudig schöpfen ∗

aus den Quellen des Heiles.

4bcdDankt dem Herrn! Ruft seinen Namen an! /

Macht unter den Völkern seine Taten bekannt, ∗

verkündet: Sein Name ist erhaben! – (Kv)

5Singet dem Herrn, denn Überragendes hat er vollbracht; ∗

bekannt gemacht sei dies auf der ganzen Erde.

6Jauchzt und jubelt, ihr Bewohner Zions; ∗

denn groß ist in eurer Mitte der Heilige Israels. – Kv

Freut euch und jubelt;GL 69,1, IX. Ton

Ruf vor dem Evangelium

Vers: vgl. Lk 1, 45

Halleluja. Halleluja.

Selig bist du, Jungfrau Maria;

du hast geglaubt,

dass sich erfüllt, was der Herr dir sagen ließ.

Halleluja.

Evangelium

Lk 1, 39–56

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas.

39In jenen Tagen machte sich Maria auf den Weg

und eilte in eine Stadt im Bergland von Judäa.

40Sie ging in das Haus des Zacharías und begrüßte Elisabet.

41Und es geschah:

Als Elisabet den Gruß Marias hörte,

hüpfte das Kind in ihrem Leib.

Da wurde Elisabet vom Heiligen Geist erfüllt

42und rief mit lauter Stimme:

Gesegnet bist du unter den Frauen

und gesegnet ist die Frucht deines Leibes.

43Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn zu mir kommt?

44Denn siehe, in dem Augenblick, als ich deinen Gruß hörte,

hüpfte das Kind vor Freude in meinem Leib.

45Und selig,

die geglaubt hat, dass sich erfüllt,

was der Herr ihr sagen ließ.

46Da sagte Maria:

Meine Seele preist die Größe des Herrn

47 und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter.

48Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut.

Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter.

49Denn der Mächtige hat Großes an mir getan

und sein Name ist heilig.

50Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht

über alle, die ihn fürchten.

51Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten:

Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind;

52er stürzt die Mächtigen vom Thron

und erhöht die Niedrigen.

53Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben

und lässt die Reichen leer ausgehen.

54Er nimmt sich seines Knechtes Israel an

und denkt an sein Erbarmen,

55 das er unsern Vätern verheißen hat,

Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

56Und Maria blieb etwa drei Monate bei Elisabet;

dann kehrte sie nach Hause zurück.

Lesungstexte aus der Einheitsübersetzung der Heiligen Schrift, vollständig durchgesehene und überarbeitete Ausgabe © 2016 Katholische Bibelanstalt GmbH, Stuttgart. Via Schott-Messbuch, Erzabtei Beuron

Betrachtung

Freude, die ansteckt

Heute zeigen uns die Lesungen eine Freude, die nicht oberflächlich ist, sondern aus Gottes Gegenwart kommt. Zefanja ruft zur Freude auf, weil der Herr „in deiner Mitte“ ist; Lukas zeigt uns, wie diese Gegenwart konkret wird: Maria bringt Jesus zu Elisabet, und sofort bewegt sich alles in Richtung Leben, Lob und Staunen. Gott kommt nicht fern und abstrakt, sondern nah, und seine Nähe verändert Herz und Haus. Vielleicht ist das die Botschaft für uns heute: Wenn Gott wirklich in unserer Mitte ist, dann muss die Angst nicht das letzte Wort haben.

Maria geht zuerst

Maria bleibt nicht bei sich selbst stehen; sie macht sich auf den Weg. Das ist mehr als Hilfsbereitschaft — es ist Glauben in Bewegung. In einer Zeit, in der wir oft zuerst an unser eigenes Wohl denken, erinnert uns Maria daran, dass Gottes Liebe immer hinausdrängt zu anderen. Denk an einen hektischen Arbeitstag: Du könntest jemandem eine kurze, echte Nachricht schicken, statt nur an deine To-do-Liste zu denken — und genau dort kann Gottes Freude ankommen.

In die Praxis umsetzen

- Nimm dir heute 5 Minuten und schreibe auf: Wo habe ich in letzter Zeit Angst, die Hände sinken zu lassen?

- Suche diese Woche eine Person auf, die sich übersehen oder belastet fühlt, und schenke ihr einen konkreten Gruß, Anruf oder Besuch.

- Lies das Magnificat langsam vor und markiere ein Wort oder einen Satz, der dich besonders trifft; bete ihn dreimal am Tag kurz nach.

Nachdenken und ins Tagebuch schreiben

1. Wo spürst du in deinem Leben gerade am meisten Freude — und wo fehlt sie dir?

2. Welche Angst hält dich davon ab, mit mehr Vertrauen zu handeln?

3. Wie könnte deine Nähe für jemand anderen heute „Jesus tragen“?

4. Was sagt dir Marias Lobgesang über Gottes Art zu handeln: klein, überraschend, umkehrend?

5. Welchen ganz konkreten Schritt kannst du heute tun, damit dein Glaube sichtbarer wird?

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